Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Arbeitszeiten
#21
Hallo,

Bei befristeten Verträgen ist es eben so, dass die Grabung der reguläre Arbeitsort ist und somit ist der Grabungsmitarbeiter von der Wohnung zur Arbeitsstätte unterwegs. Bei längeren Verträgen lässt sich da sicherlich streiten. Aber bei dem Urteil gibt es wesentliche Punkte, die ich nicht erfüllt sehe. Steht es Dir frei erst ins Büro zu fahren? Das tust Du vermutlich nicht, weil es noch längere Wege wäre, aber es ist dann die eigene Entscheidung. Die einzige Prämisse ist doch, dass du pünktlich auf Arbeit bist und dann die gegebene Stundenzahl erreichst. Wie er die Zeit davor und danach gestaltet, steht Dir frei oder bestimmt Dein Chef, wann die zu Hause losfährst und ankommst? Nun gibt es auch hier Vorgaben, dass man nur versichert ist, wenn man möglichst den direkten Weg zur Arbeit nimmt. Wie steht es so schön am Ende, der AN muss sein Recht einklagen.
Zitieren
#22
Ja, bei befristeten Projektverträgen, in denen die Grabungsstelle als Arbeitsplatz angegeben ist, besteht wenig Spielraum.
Bei Firmenarchäologen, die unbefristet in Anstellung sind und z.T. mehrmals in der Woche zwischen Baustellen wechseln besteht da mEn schon Klärungsbedarf. Ich selbst habe teilweise 1 Tag vor Arbeitsantritt erfahren, wo ich denn nun genau hin soll. Die möglichen Einsatzorte waren über 100km auseinander und es wurde natürlich erwartet, dort pünktlich per Eigenanreise zu erscheinen, während einige Kollegen per Firmenwagen vom Firmensitz aus anreisten. Da sollte das Urteil schon Anwendung finden können - zumindest für eine Anfahrt, die länger als die Anreise Wohnsitz-Firmensitz ist. Im Baugewerbe ist das Ganze mW ja geregelt, ebenso im ÖD.
Nur eben nicht in der Privatarchäologie.
Zitieren
#23
Im ÖD ist da nix geregelt, zumindest nicht bei dem LDAs. Hier wird auch nur die Fahrt zwischen Dienstort und Dienstort bezahlt. Wenn man zu Hause los fährt, dann ist das eben die Fahrt vom Wohnort zum Dienstort und wird nicht vergütet.
Die Bauleute haben zum Teil ein Firmenauto vor der Haustür, also vermutlich einen Geldwerten Vorteil bei der Lohnberechnung. Aber die Anfahrt von zu Hause zur Baustelle ist meines Wissens auch keine Arbeitszeit.
Mitarbeiter der Zeitarbeitsfirmen klagen auch über diese Praxis, einen Tag vorher zu erfahren, wo sie hinmüssen, und da wird auch kein Cent zum Fahrgeld dazu gegeben. Letztendlich ist der Mensch ein Wirtschaftsfaktor und als solcher wird er behandelt, wenn er sich so behandeln lässt.

Die einzige Chance besteht hier zu klagen und ein hoffentlich klares Urteil zu bekommen.  Thema könnte die ungleiche Behandlung der AN sein. Sprich Geldwerter Vorteil oder nicht, Anrechnung Arbeitszeiten oder nicht. Wer sucht aus, welcher mit dem Firmenwagen fährt und welcher nicht? Hättest Du die Möglichkeit dorthin zu fahren und mit dem Firmenauto zu fahren? 

Solche Fragen wären für den CIFA ebenfalls in Angriff zu nehmen und ein Rechtanwalt sollte an den Verband gebunden werden. Schon damit nicht jeder sich einen Anwalt selbst suchen muss und von dem Urteil keiner erfährt.

Gruß Jana
[-] Den folgenden 1 Benutzern gefällt JaVos Beitrag:
  • Planumsputzer
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste